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Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Erfahre, wie Sicherheit und Gesundheit im Büro gewährleistet wird, warum dies wichtig ist und wie du eine Sicherheitskultur am Arbeitsplatz schaffst.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz


Das sogenannte Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) stellt allgemeingültige und verbindliche Regelungen für den Arbeitsschutz auf. Die Gewährleistung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz gehört zu den wichtigsten Pflichten von ArbeitgeberInnen. Wird diese nicht ordnungsgemäß befolgt führt dies unter anderem zu rechtlichen Folgen, Geldbußen bzw. der Einstellung des Betriebs.


In diesem Artikel erfährst du alle wichtigen Informationen und praktische Hinweise rund um das Thema Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.



Die folgenden Fragen werden in diesem Artikel beantwortet:


1. Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit?


2. Was gehört alles zu Arbeitssicherheit? 3 Säulen des Arbeitsschutzes


3. Wer ist verantwortlich für die Sicherheit am Arbeitsplatz?


4. Was passiert wenn Arbeitsschutz nicht eingehalten wird?


5. Auf welche Gefahren sollte ich im Büro achten? Die Top 6 Risiken


6. Was sind besonders risikolastige Beschäftigungen?


7. Wie unterstützen digitale Technologien die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz?


8. Fazit



Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit?


Die Arbeitssicherheit ist nicht bloß verpflichtend für ArbeitgeberInnen, sondern sie haben ihrem Personal gegenüber eine moralische Verantwortung. Die Schadensvermeidung sollte damit immer als höchstes Gut des Unternehmens gelten.


Die folgenden Begriffsdefinitionen helfen dir als ArbeitgeberIn den Umfang deiner Verantwortlichkeiten näher zu verstehen:


Arbeitsschutz


Unter den Arbeitsschutz fallen Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen am Arbeitsplatz sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich der Maßnahmen für eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit. Der Arbeitsschutz sieht vor, dass diese Maßnahmen zuallererst unabhängig von MitarbeiterInnen durch technische und organisatorische Mittel ermöglicht werden. Die sechs relevantesten vorbeugenden Mittel sind:


  • die Sicherheitstechnik, d.h. die Verwendung sicherer technischer Arbeitsmittel

  • die Arbeitshygiene, also bspw. der sichere Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen

  • die Arbeitsmedizin, also die arbeitsmedizinische Vorsorge

  • die Ergonomie, d.h. eine menschenwürdige Gestaltung des Arbeitsumfelds und der Prozesse

  • die Arbeitsorganisation, also eine Struktur bestehend aus einer zuständigen Arbeitsschutzorganisation sowie Verantwortlichen, der Regelung von Arbeitsabläufen und angemessenen und umfassenden Schulung der MitarbeiterInnen

Arbeitssicherheit


Während der Arbeitsschutz bestimmte Maßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz definiert, ist das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen, das was als Arbeitssicherheit bezeichnet wird. Diese Regelungen und Strukturen, welche die Sicherheit der MitarbeiterInnen sicherstellen, werden im folgenden näher erklärt.



Was gehört alles zu Arbeitssicherheit? 3 Säulen des Arbeitsschutz'


Es wurden bereits die sechs maßgeblichen Mittel zur strukturellen Ausgestaltung des Arbeitsplatzes um die Gesundheit und Sicherheit des Personals zu sichern. Welche konkreten Pflichten dir als ArbeitgeberIn zum Erfüllen der Arbeitssicherheit obliegen, erfährst du nun:


Die drei Prämissen der Arbeitssicherheit


Gefährdungsbeurteilung

Die Bemühungen um Sicherheit in deinem Unternehmen setzen bei einer umfassenden und regelmäßigen Beurteilung der Gefahren am Arbeitsplatz an. Welche Risiken und Gefahren finden sich am Arbeitsplatz und während der Arbeitsprozesse? Wie können diese beendet bzw. minimiert werden?


Mit einer detaillierten Auswertung und Analyse des Arbeitsumfelds können sichere Arbeitsprozesse definiert und strukturelle Änderungen sowie Korrekturmaßnahmen bewirkt werden. Es sollte sich hierbei nie um Einzelkorrekturen handeln. Die Sicherheit sollte stets als höchstes Ziel fortwährend überprüft werden.


Sensibilisierung von MitarbeiterInnen

Eine weitere Pflicht der ArbeitgeberInnen ist die Prüfung der Einhaltung von Sicherheitspraktiken seitens der ArbeitnehmerInnen. Zwar können ArbeitgeberInnen umfassende Schulungen durchführen und das Personal gegebenenfalls mit Persönlicher Schutzausrüstung ausstatten, jedoch liegt es letztlich bei den MitarbeiterInnen selbst, ob sie diese vorgegebenen Arbeitsprozesse ordnungsgemäß ausführen. Daher bist du als ArbeitgeberIn verpflichtet, die Einhaltung von Sicherheitspraktiken durch ArbeitnehmerInnen zu prüfen und diese regelmäßig über Risiken und Gefahren, etwaige Änderungen im Vorgehen o.Ä. zu informieren und sensibilisieren.


Erste Hilfe

Schließlich reichen nicht bloß vorbeugende Maßnahmen für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit. Im Ernstfall ist es wichtig, vorbereitet zu sein. Dazu müssen Sicherheitsbeauftragte in Erste-Hilfe-Praktiken ausgebildet sein und es muss ein vollständiger Erste-Hilfe-Kasten zur Verfügung stehen. Die Vollständigkeit des Verbandskastens sowie die Kompetenz der Sicherheitsbeauftragten sollte regelmäßig überprüft werden. Außerdem sollte es einen Notfallplan geben sowie die Durchführung von Notfallübungen.



Wer ist verantwortlich für die Sicherheit am Arbeitsplatz?


In erster Linie sind ArbeitgeberInnen für den Arbeitsschutz im Unternehmen verantwortlich. Deshalb liegt die strukturelle Gewährleistung von Sicherheitspraktiken und einem menschenwürdigen Arbeitsumfeld in ihrer Verantwortung und kann durch Sicherheitsteams und Zuständige umgesetzt werden. Wie bereits erwähnt ist es auch ausdrücklich notwendig neben Gefährdungsbeurteilungen und der Festlegung sicherer Arbeitsprozesse, durch Schulungen, Bereitstellung von PPE u.Ä., regelmäßige Kontrollen der Einhaltung dieser Regelungen durchzuführen.


Was passiert wenn Arbeitsschutz nicht eingehalten wird?


Sofern das Personal hinreichend ausgebildet und für Risiken und Gefahren sensibilisiert wurde, tragen einzelne MitarbeiterInnen die Verantwortung für die ordnungsgemäße Ausführung ihrer Arbeit. Wird dies nicht umgesetzt, so ist dies ein hinreichender Grund für eine Abmahnung. Wiederholtes Fehlverhalten sollte zudem zur Kündigung der/des Angestellten führen.



Auf welche Gefahren sollte ich im Büro achten? Die Top 6 Risiken


Das Büro als Arbeitsplatz wirkt zunächst als relativ harmloses und risikofreies Umfeld, jedoch gibt es bei einer Gefährdungsbeurteilung im Büro einige Aspekte zu beachten:


  1. Temperatur - Ist die Temperatur im Hochsommer angenehm? Werden Rollläden und Klimaanlagen eingesetzt? Werden Räumlichkeiten im Winter ausreichend beheizt? Befrage dein Team.

  2. Luftqualität - Werden Räume ausreichend gelüftet?

  3. Lärm - Sind MitarbeiterInnen vor etwaigem Lärm geschützt bzw. kann dieser minimiert werden?

  4. Unfälle - gibt es Risiken und Gefahren im Arbeitsumfeld bei welchen es zu Arbeitsunfällen kommen kann?

  5. Biologische Gefahren (Schimmelpilze, Sporen, Pathogene Mikroorganismen, Abfall, Blut o.Ä, Medikamente/zytotoxische Substanzen) - Werden diese Gefahren bestmöglich minimiert und wird entsprechend PPE verwendet?

  6. Ergonomie - Werden ergonomische Arbeitsmöglichkeiten geschaffen?


Was sind besonders risikolastige Beschäftigungen?


Die folgenden Arbeiten zählen im Sinne der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu den gefährlichsten technischen Arbeitsumfeldern und werden verstärkt staatlich reguliert sowie erfordern eine strenge Befolgung von Sicherheitspraktiken, da bei diesen risikolastigen Arbeiten ein gewisses Grundrisiko strukturell nicht verhindert werden kann:


  • Arbeiten mit Sprengstoffen

  • Arbeit mit Asbest

  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen

  • Arbeiten mit Röntgeneinrichtungen

  • Arbeiten auf Baustellen


Fazit:


  • Das sogenannte Arbeitsschutzgesetz wird behördlich reguliert und umfasst Vorgaben für die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

  • Der Arbeitsschutz bietet Maßnahmen und strukturelle Mittel um Risiken und Gefahren am Arbeitsplatz zu vermeiden bzw. zu minimieren. Zu diesen zählen: die Sicherheitstechnik, Arbeitshygiene, Arbeitsmedizin und Arbeitsorganisation.

  • Die Arbeitssicherheit gilt als Ziel, welches durch die Gesamtheit der Maßnahmen des Arbeitsschutz’ erwirkt wird.

  • Zu den drei wichtigsten Pflichten von ArbeitnehmerInnen zur Gewährleistung des Arbeitsschutz’ zählen die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen, die Verpflichtung von Arbeitnehmerinnen für die korrekte Beachtung von Sicherheitspraktiken und die Bereitstellung von Notfallmaßnahmen (Erste Hilfe, Notfallplan)


Wie unterstützen digitale Technologien bei der Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz?


Mit der Lumiform App & Software, rationalisierst du Sicherheitspraktiken an deinem Arbeitsplatz in nur wenigen Schritten. Nutze noch heute die moderne, papierlose Methoden um umfassende Gefährdungsbeurteilung und Arbeitssicherheitsanalysen durchzuführen. Berichte werden automatisch erstellt und können zur Analyse sofort mit Zuständigen geteilt werden. Starte mit unseren digitalen Checklistenvorlagen für ein sicheres Büro, die du herunterladen und an die Bedürfnisse deines Unternehmens anpassen kannst.


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