Was ist ein Geschäftsplan?
Ein Geschäftsplan ist eine schriftliche und ausführliche Zusammenfassung sowie Erklärung des geschäftlichen Vorhabens. Wenn eine Idee konkret in ein Gründungsvorhaben umgesetzt werden soll, wird ein Geschäftsplan benötigt. Ein Geschäftsplan ist ein äußerst erfolgkritisches Instrument, um das Vorhaben optimal auf langer Hinsicht ausrichten zu können. Mithilfe eines Geschäftsplans können Risiken und Chancen optimal erkannt und Lösungsvorschläge dargestellt werden. Außerdem wollen Gründer*innen mit dem Geschäftsplan Investoren gewinnen.
Nutzen von einem Geschäftsplan
Wenn ein umfangreicher Geschäftsplan erstellt wird, setzen sich Gründer*innen schon im Vorfeld mit kritischen Bereichen der Geschäftsidee auseinander. Sie entwickelt ein Bewusstsein für die Zielgruppe und das Marktpotenzial. Ein guter Geschäftsplan gibt Orientierung, Struktur und dient als Leitfaden für das weitere Vorgehen. Er dient als persönliches Gerüst für das Vorhaben und ist so die Basis für den Erfolg.
Was sind Inhalte von einem Geschäftsplan?
Der Umfang eines Geschäftsplans kann nicht allgemein festgelegt werden. Je nach Komplexität des Vorhabens kann dieser von 5 bis 40 Seiten variieren. Im Schnitt nehmen sich Investoren ca. 10 Minuten Zeit, sofern weiteres Interesse besteht, wird ein persönliches Gespräch vereinbart.
Ein guter Geschäftsplan sollte nicht nur leicht verständlich und klar strukturiert sein, er sollte vor allem überzeugen. Je nach Anwendungsbereich haben die Inhalte von einem Geschäftsplan immer andere Schwerpunkte. So hat beispielsweise ein Geschäftsplans zur Produkteinführung seinen Schwerpunkt bei Themen wie Markt, Wettbewerb, Marketing und Vertrieb. Im folgenden Abschnitt wird eine typische Gliederung von einem Geschäftsplan erklärt
Aufbau des Geschäftsplans
1. Zusammenfassung
Der Anfang eines jeden Geschäftsplans bildet eine Zusammenfassung der primären Punkte des Vorhabens. Alle wesentlichen Faktoren, auf die im Geschäftsplan eingegangen wird, sollten kompakt erläutert werden.
2. Produkt- & Unternehmensidee
Hier wird die Produktidee oder das Vorhaben erst einmal vorgestellt. Den Fokus liegt hier auf dem Kundennutzen und dem möglichen Vergleich zu Wettbewerbern. Wer sein Produkt beschreiben möchte, sollte insbesondere seine Zielgruppe kennen.
3. Team
Hier werden typischerweise die Gründer*innen vorgestellt. Dies beinhaltet die Darlegung eigener Stärken, Qualifikationen und Erfahrungen. Ein konkreter Bezug zur Geschäftsidee ist an dieser Stelle empfehlenswert.
4. Markt und Wettbewerb
In diesem Punkt müssen die Markt-Branchendaten detailliert analysiert werden. Ein vertiefter Blick zu Konkurrenten und Kunden sowie einer Zielgruppenanalyse darf hier auf keinen Fall fehlen.
5. Marketing und Vertrieb
Setze eine Markteintrittsstrategie fest und lege dessen Wirksamkeit dar. Werbe und Vertriebsvorteile sollten gegenüber der Konkurrenz klar definiert werden.
6. Unternehmensform
Wähle eine passende Rechtsform, inklusive Begründung und Chancen, aus.
7. Finanzplanung
Beschreibe die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Kapitalbedarf des Investitionsplans.
8. Risikobewertung und Alternativszenarien:
Hier werden bestehende Risiken aufgezeigt sowie alternativ Entwicklungen sowie Best-Case- und Worst-Case-Szenarien.