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Energiewende in der Industrie: Maßnahmen und Herausforderungen

Die Industrie muss sich an die Gegenwart anpassen und ihren Teil zum Umweltschutz leisten. Was das bedeutet, welche Herausforderungen eine Energiewende mit sich bringt und welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden erfährst du hier.

Was versteht man unter der Energiewende in der Industrie?


Temperaturen steigen, Energie wird teurer und verschmutzt unseren Planeten. Weltweit laufen Kampagnen, Klimaschäden zu begrenzen und im Rahmen des Abkommens von Paris 2015 haben sich 197 Staaten auf das gemeinsame und globale Ziel geeinigt, alles zu tun, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken.


In diesem Rahmen reicht es nicht, wenn Privathaushalte weniger Plastik nutzen, das Licht ausschalten oder weniger heizen. Damit Europa sein Ziel erreichen kann der erste klimaneutrale Kontinent zu werden muss vor allem die Industrie reguliert werden und eine Energiewende einschlagen. Mit anderen Worten: Europa, seine Staaten und die gesamte Welt müssen auf erneuerbare Energien umschwenken, in neue Technologien investieren und fossile Energien in der Vergangenheit lassen.


Die Energiewende sieht also vor, dass wir sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft bzw. die Industrie mit Energie aus nachhaltigen Quellen versorgen. Hierzu zählen z.B. Wind- oder Solarenergie, ebenso wie Biogas oder Geothermie. Auf diese Weise soll die Abhängigkeit von umweltschädlichen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl verringert und Energieeffizienz gefördert werden.


Inhalt


1. Warum ist die Energiewende notwendig?


2. Was sind die Herausforderungen der Energiewende in der Industrie?


3. Die Folgen der Energiewende in der Industrie


Solarzellen auf einem Felt im Vordergrund, im Hintergrund Windräder

Warum ist die Energiewende notwendig?


Wir wissen alle, dass die globale Erwärmung und die mit der Umweltverschmutzung einhergehenden Folgen dringend adressiert werden müssen. Luftverschmutzung durch fossile Energiequellen kostet jährlich mehrere Millionen Menschenleben und allein im Jahr 2021 wurden rund 23 Millionen Menschen durch Extremwetterereignisse aus ihren Heimatländern vertrieben.


Eine Hinwendung zu erneuerbaren Energien kann so auch der öffentlichen Gesundheit förderlich sein, die Luftqualität verbessern und Wasserverschmutzung verringern.


Neben der Bekämpfung des Klimawandels, sorgt eine Energiewende in der Industrie und der Gesellschaft außerdem für mehr Energiesicherheit. Aktuell ist die EU, ebenso wie Deutschland, in hohem Maße von der Einfuhr fossiler Brennstoffe abhängig, was sie anfällig für Preis- und Versorgungsschwankungen macht, wie der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine 2022 mehr als deutlich gemacht hat.


Abgesehen davon schafft eine Energiewende auch neue und nachhaltige Arbeitsplätze und bringt wirtschaftlichen Nutzen durch die Investition in neue Technologien und fördert Innovation.


Die globale Erwärmung ist eine reale Bedrohung, die sich nur durch drastische Maßnahmen und von Staaten verhängte Regulationen angehen lässt – und auch nur, wenn international an einem Strang gezogen wird.


Was sind die Herausforderungen der Energiewende in der Industrie?


So notwendig die Energiewende auch ist, sie kommt mit ihren ganz eigenen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Die Hinwendung zu nachhaltigen Energiequellen bedeutet eine strukturelle Umstellung der gesamten Energieversorgung eines Landes und wird unter anderem durch hohe Kosten, fehlende Infrastruktur und unzureichend erforschte Technologien behindert.


Investitionskosten in nachhaltige Energieträger sind hoch und auch die Gesellschaft sieht sich durch plötzliche und drastische Maßnahmen bedroht, wenn es beispielsweise heißt, dass ab 2035 keine neuen Autos verkauft werden dürfen, die Klimagase ausstoßen.


Die Folgen der Energiewende für die deutsche Industrie schließen unter andeem hohe Anfangsinvestitionskosten ein, die Betriebe belasten können, besonders wenn neue Regulierungen anfallen. Es hilft auch, wenn Betriebe und Industrie sich bereits jetzt auf Energieeffizienz einstellen. Die Energieeinsparverordnungen EnSikuMaV und EnSimiMaV, die im Rahmen der Energiekrise 2022 vom deutschen Staat beschlossen worden sind geben einen kleinen Vorgeschmack auf das, was nötig ist, um energieeffizienter zu agieren. Indem auf effiziente Elektromotoren, Ventilatoren oder Pumpen gesetzt wird oder Nutzen von Wärmerückgewinnung gemacht wird, können Unternehmen bereits jetzt einen kleinen Beitrag zur Energiewende leisten.


Unternehmen sollten so zum Beispiel Energieaudits durchführen und sich nach ISO 50001 zertifizieren lassen. So kann proaktiv an der eigenen Energieeffizienz gearbeitet werden.


Solche Energiemanagementsysteme können dabei helfen, Energie zu sparen und bereiten Sicherheitsmanager*innen außerdem darauf vor, mit neuen Sicherheits- und Compliance-Problemen umzugehen. Eine Energieumstellung erfordert nämlich außerdem, dass Schulungen, Verfahren und Protokolle umgestellt werden, damit neue Technologien eingeschlossen werden und Industriestandards berücksichtigt werden.


Grafik, die Windräder und eine qualmende Fabrik darstellt

Die Folgen der Energiewende in der Industrie


Klimaschutz und das Aufhalten der globalen Erwärmung stehen im Zentrum der Energiewende. Auch wenn die Schritte, die wir umsetzen müssen, um unsere Ziele zu erreichen, teils unüberwindbar wirken, bringt die Energiewende zahllose Vorteile mit sich. Eine Investition in erneuerbare Energien in der Industrie ist also nicht nur unsere Pflicht, sondern auch eine Chance, die wir ergreifen müssen, um unseren Planeten und unsere Gesellschaft gesund zu halten und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.


Die Bundesregierung hat bereits vor einigen Jahren begonnen an der Energiewende zu arbeiten und eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen verabschiedet, wie zum Beispiel das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Außerdem ist Deutschland, neben zahlreichen anderen Staaten, Teil des Emmissionshandelsabkommens.


Die Energiewende in der Industrie ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen und umfasst auch die Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und politischer Maßnahmen wie Kohlenstoffpreise, Vorschriften und Anreize, die den Einsatz sauberer Energiequellen und energieeffizienter Technologien fördern sollen. Um allerdings nachhaltige Veränderungen zu bewirken, ist es nicht genug, dass sich einzelne Länder oder Staatenbündnisse, wie die EU, dazu verpflichten, die Umwelt zu schützen. Vielmehr muss international daran gearbeitet werden, dass sich weltweit auf Gesetze und Ziele geeinigt wird.


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