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Protokoll für die Dichtheitsprüfung von Kläranlagen: Was ist zu tun?

Klärgruben und -anlagen müssen regelmäßig auf Dichtheit überprüft werden, denn verunreinigtes Wasser bedroht nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit. Mit einem digitalen Protokoll führst du Dichtheitsprüfungen von jetzt an kinderleicht durch.

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Warum sind Dichtheitsprüfungen von Klärgruben wichtig?


In Deutschland schreiben sowohl das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes, als auch die einzelnen Landeswassergesetze Dichtheitsprüfungen vor. Strafen für fehlerhafte, mangelhafte oder undichte Klärwerke sind besonders hart, denn deren Instandhaltung ist wichtig für den Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt. Wenn häusliche Abwässer ohne Behandlung direkt in den Boden geleitet werden, haben die darin enthaltenen Bakterien und Chemikalien negative Auswirkungen auf den Boden und das Grundwasser. Um solche Verschmutzungen zu verhindern, werden Klärgruben zur Behandlung von Haushaltsabwässern eingesetzt, die regelmäßig überprüft werden müssen.


Ein Protokoll für die Inspektion von Klärgruben ist ein Dokument, das dir dabei helfen kann, Klärgruben effektiv zu inspizieren und Berichte zu erstellen, die anschließend der Umweltbehörde vorgelegt werden können. Bei der Erstellung eines Protokolls bist du dazu verpflichtet dich an die DIN 1986-30 zu halten, die landesweite Gültigkeit hat. Die Umweltämter prüfen die Inspektionsberichte für Klärgruben und geben Empfehlungen für Verbesserungen oder Strafen, wenn es Verstöße gibt. Je nach den staatlichen Richtlinien und örtlichen Vorschriften können die Strafen von teuren Geldstrafen bis hin zu jahrelangen Haftstrafen reichen.



In diesem Artikel erfährst du:


1. Wie du bei der Dichtungsprüfung von Klärgruben vorgehst


2. Wie du einen Inspektionsbericht zur Dichtungsprüfung verfasst


3. Wie ein digitales Protokoll die Dichtungsprüfung von Kläranlagen erleichtert


Kläranlagen

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Wie überprüft man eine Klärgrube?


Bevor du mit der Inspektion beginnst, solltest du auf deine Sicherheit achten. Trage dazu die richtige Schutzausrüstung, arbeite immer mit einem Partner, achte auf Absturzgefahren und vergiss nie dich nach der Inspektion zu desinfizieren.


1. Achte auf faulige Gerüche


Bevor du das Wartungsloch für die Klärgrube öffnest, ist es wichtig, die Umgebung sorgfältig auf fauligen Geruch zu untersuchen, denn wenn ein fauliger Geruch vorhanden ist, deutet das auf einen möglichen Defekt in der Klärgrube hin. Es könnte sich hierbei um ein Riss im Tank handeln oder um einen Abwasserüberlauf. Was auch immer der Grund für die Störung sein mag, fauliger Geruch ist kein gutes Zeichen und muss sofort auf seine Ursache hin untersucht werden.


2. Miss die Schwimmschicht


Der Begriff Schwimmschlamm bezeichnet flüssige Substanzen, die leichter als Wasser sind, sowie schwimmende feste Abfälle und findet sich deshalb in der obersten Schicht der Klärgrube. Eine Schlammspiegelmessung kann dabei helfen, dass auch wirklich nur Schlamm und kein Wasser bei der Schlammabfuhr abgepumpt wird.


Schwimmschlamm besteht meist aus Fett, Öl und Fetten, die in Spülen und Abflüssen entsorgt werden. Wenn dieser unverantwortlich entsorgt wird, kann er zu Boden- und Wasserverschmutzung führen. Klärgruben behandeln Schwimmschlamm mit aerober Verdauung von Bakterien, die das Fett, Öl und die Fette in einfachere Substanzen zerlegen.


Beim Öffnen des Wartungslochs der Klärgrube sollte das Schwallrohr vollständig über dem Schwimmschlamm zu sehen sein. Ist das nicht der Fall, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die Grube zu voll ist. Wenn der Pegel hingegen zu niedrig ist, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass der Tank undicht ist.


3. Miss die Schlammschicht


Schlamm ist diejenige Substanz, die sich am Boden der Klärgrube absetzt. Im Schlamm leben die meisten der an der Verdauung beteiligten Bakterien, ebenso wie zahlreiche Krankheitserreger und andere Schadstoffe, die Mensch und Umwelt belasten können.


Bei deiner Inspektion solltest du mit einem Schlammstab die Schlammtiefe in der Klärgrube messen. Wenn die Schlammtiefe mehr als 30cm beträgt, wird nach den Standardrichtlinien empfohlen, die Klärgrube abzupumpen. Diese Angaben können jedoch von Bundesland zu Bundesland variieren und sollten mit den lokal geltenden Bestimmungen abgeglichen werden.


4. Prüfe den Tank auf Lecks und Schäden


Bei der Überprüfung der Klärgrube solltest du außerdem sorgfältig auf Risse oder Schäden achten, denn diese führen zu Lecks und zum endgültigen Durchsickern von unbehandeltem Abwasser in das umliegende Erdreich, was üblen Geruch und das Wachstum von Bakterien und anderen Krankheitserregern verursacht.


5. Überprüfe die Leitbleche


Die Leitbleche sind der Ein- und Auslass einer Klärgrube und können aus verschiedenen Materialien wie Beton oder PVC bestehen. Bei der Inspektion solltest du überprüfen, ob die Leitbleche vollständig über der Schwimmschicht sichtbar sind. Ist das nicht der Fall, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die Kläranlage zu voll ist oder eine Verstopfung vorliegt.


Prüfe bei Betonleitblechen außerdem, ob es Anzeichen von Korrosion gibt. Das ist wichtig, denn ein defektes Blech kann einen Abfluss von Schwimmschlamm oder Schlamm verursachen. Schwallbleche, die mit Filtern ausgestattet sind sollten sorgfältig überprüft werden, damit Filter im Bedarfsfall ausgetauscht werden können.


6. Überprüfe den Verteilerkasten und das Abflussfeld


Der Verteilerkasten und das Abflussfeld sind die Orte, an denen das gereinigte Abwasser fließt und in den umliegenden Boden diffundiert. Prüfe bei der Inspektion des Verteilerkastens und des Abflussfelds, ob es in diesen Bereichen sichtbare Schäden oder Verstopfungen gibt, die behoben werden müssen.



Welche Informationen gehören in ein Klärgrubenprotokoll?


Damit eine strukturierte Prüfung der Klärgrube gewährleistet werden kann, ist es wichtig mit einem geordneten Protokoll zu arbeiten und alles genau zu notieren. Je nach Region gibt es in Deutschland unterschiedliche Bestimmungen, die manchmal sogar von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt sind, aber dein Protokoll sollte zumindest immer folgende Informationen enthalten:


  1. Detailliertes Profil der Eigentümer*innen und des Inspektors
    Bevor du die Dichtheitsprüfung vornimmst, solltest du alle relevanten Rahmeninformationen notieren. Dazu gehören Details über
    • den Ort der Inspektion (Grundstück, Straße),
    • den/die Eigentümer*in (Kontaktinformationen),
    • die Firma, die die Anlage gebaut hat,
    • die Firma, die die Dichtungsprüfung vornimmt.
  2. Testergebnisse, Feststellungen und Empfehlungen
    Während der Inspektion führt der Inspektor einen Spültest durch. Bei diesem Test wird jede Toilette gespült, um zu prüfen, ob alle funktionsfähig sind und keinen Rückstau verursachen.
    Zu den Feststellungen und Empfehlungen gehören die Schwimmschicht- und Schlammwerte, reparaturbedürftige Teile und ob die Klärgrube abgepumpt werden sollte.
  3. Lageplan
    Im Bericht über die Inspektion der Klärgrube wird in der Regel auf der letzten Seite eine Skizze oder ein Lageplan des Gebiets erstellt, in dem die Inspektion stattfindet. In diesem Lageplan müssen die Abmessungen im Maßstab und die Standorte der Klärgrube, der Grundstücksgrenzen, der Grunddienstbarkeiten, der bestehenden Strukturen, der Einfahrten und der Wasserversorgung genau wiedergegeben werden.
    An dieser Stelle können auch Fotos und sonstige Nachweise dem Dokument hinzugefügt werden.
Klärgruben

Eine digitale Lösung für die Inspektion von Klärgruben


Die Wartung von Klärgruben und die Erstellung, Einreichung und Verwaltung von Protokollen zur Dichtheitsprüfung ist eine wichtige Aufgabe zum Schutz der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit. Das Dokumentieren und Planen von Inspektionen von Klärgruben kann jedoch schwierig und zeitaufwändig sein. Mit einer digitalen Lösung, wie der App und der Desktop-Software von Lumiform, wird dieser Prozess vereinfacht und kann effizienter gestaltet werden. Die Lumifom-App ermöglicht es dir mit ihrer vielseitigen Nutzbarkeit einfach Inspektionen von Klärgruben durchzuführen:





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