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Arbeitsschutzmaßnahmen: So wichtig sind Arbeits- und Gesundheitsschutz

Welche Gesetze sind für den Arbeitsschutz relevant und welche Arbeitsschutzmaßnahmen solltest du befolgen, um deine Mitarbeiter*innen effektiv zu schützen? In unserem Leitfaden für Arbeitsschutzmanagement findest du Expertentipps und wirksame Präventionsmaßnahmen, um deine Beschäftigten vor Gefahren zu schützen.

Was ist Arbeitsschutz?

Arbeitsschutz dient dazu, Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen und eine Atmosphäre zu ermöglichen, in der sich alle Mitarbeiter*innen wohl und sicher fühlen können. Adäquater Schutz am Arbeitsplatz ist das gesetzliche und moralische Recht jedes einzelnen Beschäftigten und muss ernst genommen werden. Unabhängig von der Größe, der Branche oder des Status deines Unternehmens kannst und darfst du das Thema als Arbeitgeber*in nicht ignorieren und musst es zu einem wichtigen Bestandteil deiner Unternehmenskultur machen, um erfolgreich zu sein.

Arbeitsschutz ist ein umfassender Begriff, der viele verschiedene Bereiche und Themen umfasst, da der Arbeitsplatz an sich ein weites und vielfältiges Konzept ist. Der Arbeitsschutz umfasst all diejenigen Maßnahmen,die die Gesundheit und die Arbeitssicherheit von Arbeitskräften beeinflussen. Indem Unfällen vorgebeugt wird und Gefahren so weit es geht minimiert werden, sorgen Arbeitsschutzmaßnahmen dafür, dass dein Büro bzw. dein Arbeitsplatz so sicher wie möglich ist.

Mit der Entwicklung von Strategien zur Förderung eines sicheren Arbeitsumfelds erfüllen Arbeitgeber*innen demnach nicht nur gesetzliche Anforderungen, sondern können auch von einer Vielzahl von Vorteilen profitieren, die über den einfachen, aber entscheidenden Akt der Sicherheit ihrer Mitarbeiter*innen hinausgehen. Welche Vorteile dir die Umsetzung eines geeigneten Arbeitsschutzmanagement bringt und wie du am Besten bei der Implementierung vorgehst, erfährst du in diesem Artikel.

Inhalt

1. Warum ist Arbeitsschutz wichtig?

2. Was bringt Arbeitsschutz?

3. Was sind Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz?

4. Schritte zur effizienten Identifizierung von Sicherheitsgefahren

5. Wann sind Arbeitsunfälle meldepflichtig?

6. Wer ist für den Arbeitsschutz verantwortlich?

Arbeiter mit Sicherheitsgurt und Helm streicht eine Fassade

Warum ist Arbeitsschutz wichtig?

Sicherheit sollte in allen Lebenssituationen immer an erster Stelle stehen und der Arbeitsplatz stellt dabei selbstverständlich auch keine Ausnahme dar. Im Durchschnitt verbringen Menschen in Deutschland rund 40 Jahre ihres Lebens damit zu arbeiten, bevor sie in den Ruhestand gehen. Das entspricht im Schnitt etwa einem ganzen Drittel unseres Lebens.

Deshalb ist es wichtig, dass du dafür sorgst, dass das Arbeitsumfeld alle notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2018 in der EU je 100 000 Erwerbstätige insgesamt 1519 nicht-tödliche Arbeitsunfälle registriert .

Auch wenn diese Zahlen tendenziell sinken, ist es offensichtlich, dass Sicherheit am Arbeitsplatz keine Kleinigkeit und von entscheidender Bedeutung ist. Auch wenn die Zahlen der Arbeitsunfälle tendenziell sinken (1992 gilt als Rekordjahr seit Beginn der Aufzeichnungen mit ca. 1,9 Millionen Arbeitsunfällen), bedeutet jeder Unfall, ob tödlich oder nicht, eine persönliche Tragödie, die es um jeden Preis zu verhindern gilt.

Angemessene Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten, ist nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch eine, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Wichtiger noch: Die Einrichtung von Arbeitsschutzmaßnahmen und Gesundheitsprotokollen am Arbeitsplatz kommt nicht nur den Beschäftigten und ihrer Gesundheit zugute, sondern letztlich auch den Arbeitgeber*innen. Ein nachweislich sicheres Arbeitsumfeld zieht mehr Mitarbeiter*innen an, vermeidet hohe Auszahlungen und spart Zeit und Ressourcen.

Es liegt jedoch nicht allein in deiner Verantwortung für ein sicheres Arbeitsumfeld zu sorgen. Es ist zwar deine Pflicht, ein geeignetes Arbeitsschutzmanagement zu betreiben und dein Team mit den notwendigen Schulungen, Ausrüstungen und Ressourcen auszustatten, jedoch liegt es dann an den Arbeitnehmer*innen, verantwortungsvoll und respektvoll zu handeln, indem sie auf die Sicherheit anderer achten, Anweisungen befolgen und Unachtsamkeiten vermeiden.

Es ist daher wichtig, alle daran zu erinnern, dass Bedrohungen am Arbeitsplatz, so unbedeutend sie auch erscheinen mögen, reale und dauerhafte Auswirkungen auf alle Beteiligten haben können. Arbeitsschutzmaßnahmen sind kein Spaß und gelten für alle.

Was bringt Arbeitsschutz?

Abgesehen davon, dass Arbeitsschutz in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, hat ein sicheres Arbeitsumfeld viele Vorteile. Indem du Arbeitsschutzmaßnahmen Priorität einräumst, kannst du mit deinem Team gemeinsam daran arbeiten

  • Leben zu retten
    Im Jahr 2018 fanden pro 100 000 Beschäftigte jeweils 3581 den Tod im Rahmen eines Arbeitsunfalls. Eine ernüchternde Bilanz und tragische Realität, auch wenn diese Zahlen zurückgegangen sind. Durch die Festlegung besserer Standards und die Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen können also tatsächlich Leben gerettet werden.
  • die Attraktivität des Arbeitsplatzes zu steigern
    Ein Arbeitsplatz, der sich für die Sicherheit im Büro und die Gesundheit seiner Mitarbeiter*innen einsetzt, wird automatisch attraktiver für bestehende Beschäftigte, ebenso wie für potenzielle Neuzugänge. Ein solches Engagement fördert außerdem ein gesundes Arbeitsumfeld und eine Kultur, in der das Management sich aktiv auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter konzentriert, indem es kontinuierliche Verbesserungen in jedem Bereich fördert.
  • Geld zu sparen
    Wenn du alle Gesetze zum Arbeitsschutz befolgst, kannst du kostspielige Sicherheitsklagen und Strafen vermeiden. Ganz nach dem Motto: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt ist es am besten, wenn du dich um deine Arbeitnehmer*innen kümmerst, sie und ihre Gesundheit mit Respekt behandelst und so das Beste unternimmst, was du für ihren Schutz tun kannst.
  • Produktivität zu steigern
    Je weniger Arbeitnehmer*innen durch oder während ihrer Arbeit verletzt werden oder aus anderweitigen Gründen arbeitsunfähig sind, desto produktiver sind sie. Gesunde Arbeitnehmer*innen sind motivierter, ihre Arbeit zu verrichten, was zu weniger krankheitsbedingten Arbeitsausfällen führt.
  • Schutz von Ausrüstung und Maschinen gewährleisten
    Wenn du dich auf die Sicherheit im Büro und am Arbeitsplatz konzentrierst und Arbeitsschutzmaßnahmen nach DGUV Vorschriften durchsetzt, kannst du nicht nur dich und deine Mitarbeiter*innen vor Schäden schützen, sondern auch die Langlebigkeit der Ausrüstung verbessern. Wenn du alle notwendigen Vorkehrungen triffst, dich an die Sicherheitsrichtlinien hältst und die Anweisungen befolgst, wird die Ausrüstung besser behandelt und ist daher weniger anfällig für frühzeitige Ausfälle.

Was sind Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz?

Wenn man über Sicherheit am Arbeitsplatz und mögliche Gefahren nachdenkt, gehen die meisten Menschen davon aus, dass dabei die Vermeidung von Arbeitsunfällen an erster Stelle steht. Schulungen zum Absturzschutz kommen einem vielleicht in den Sinn, ebenso wie der richtige Umgang mit gefährlichen Geräten. Natürlich ist es imperativ, sich mit solchen Gefahren auseinanderzusetzen, aber der Arbeitschutz umfasst so viel mehr Bereiche, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen mögen, aber dennoch große Risiken für die Beschäftigten und ihre Gesundheit bergen.

Die meisten Menschen denken zum Beispiel normalerweise nicht daran, dass die Luftqualität in Büroräumen eine Gefahr für die Gesundheit von Arbeitnehmer*innen darstellt. Aber selbst solche scheinbar banalen Details können zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen, sowohl für Arbeitgeber*innen als auch für Arbeitnehmer*innen. Verletzungen und Krankheiten lauern überall, selbst bei den unscheinbarsten Aufgaben, und müssen daher vorhergesehen werden, um sie verhindern zu können.

Gefahren am Arbeitsplatz werden üblicherweise in 6 verschiedene Gefahrenquellen eingeteilt, die beachtet werden müssen:

  1. Allgemeine Risiken

    Sicherheitsgefahren umfassen im Allgemeinen “typische” Unfälle, wie zum Beispiel Stolperfallen.

    Dazu gehören des weiteren Unfälle, die die folgenden Gefahren bergen:

    • Stürze aufgrund von unbeaufsichtigten Leitern
    • oder ungesicherten Gerüsten

    • Unbewachte Maschinen oder unsachgemäßer Gebrauch von Maschinen
    • Elektrische Gefahren durch unsachgemäße Verkabelung oder ungesicherte Kabel
    • Ausrutschen, Stolpern und Stürze aufgrund von Leckagen, ungesicherten Stromkabeln oder Eis
  2. Physikalische Gefährdungen

    Zu den physikalischen Gefahren gehören Situationen und Umstände, in denen der Körper durch die Umgebung verletzt wird, wie z.B. bei

    • extremer Temperaturexposition durch Hitze oder Kälte, z.B. bei der Arbeit in der Nähe einer Kühltheke
    • jeder Arbeit, die mit Strahlung verbunden ist
    • Arbeiten in einer lauten Umgebung oder Arbeiten mit oder in der Nähe von lauten Maschinen
  3. Biologische Gefährdungen

    Während physische Gefahren den Körper schädigen können, ohne ihn zu berühren, betreffen biologische Gefahren lebende Organismen und Materie. Die Arbeit mit anderen Menschen, Tieren oder sogar ansteckenden Krankheiten stellt eine große Gefahr für jeden Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Laboren und sogar in Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Kindertagesstätten dar.

    Der Kontakt mit Bakterien, Körperflüssigkeiten, verschiedenen Pflanzen, Kot und die Bedrohung durch Tier- oder Insektenstiche kann äußerst schädlich und riskant sein.

  4. Chemische Gefahren

    Chemische Gefahren bedrohen nicht nur Menschen in Laboren, sondern auch diejenigen, die mit Reinigungsmitteln, brennbaren Flüssigkeiten oder sogar Pestiziden arbeiten (Auswirkungen sind z.B. Hautausschläge, Reizungen oder sogar Atemprobleme).

  5. Ergonomische Gefährdungen

    Auch wenn sie für viele nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar sind, sind ergonomische Gefahren eine ernsthafte Bedrohung für Büroangestellte und sollten unbedingt in deinen Arbeitsschutzmaßnahmen berücksichtigt werden. Auch Beschäftigte, die nicht am Schreibtisch arbeiten, die viel Zeit im Sitzen, in Fahrzeugen oder im Stehen an Produktionslinien verbringen können, sind von solchen Gesundheitsrisiken betroffen. Um ergonomische Verletzungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, Folgendes zu beachten:

    • die Bildschirmgröße
    • die Größe der Schreibtische
    • Bürositzmöbel
    • Bürobeleuchtung

  6. Psychische Gefährdungen

    Stress und andere Faktoren können oft zu schweren Krankheiten, Burn-out und anderen psychischen Problemen führen. Ursachen für psychischen Stress sind zu hohe Arbeitsanforderungen, mangelnde Flexibilität, ein feindseliges Arbeitsumfeld, sexuelle Belästigung oder ein zu hohes oder zu niedriges Arbeitstempo.

    Viele Faktoren können die Psyche negativ beeinflussen, besonders am Arbeitsplatz. Deshalb ist es wichtig, Beratung und Unterstützung anzubieten und sicherzustellen, dass die Beschäftigten mit ihren Sorgen ernst genommen werden.

Drei Arbeitnehmer*innen stehen an Stehpulten mit ihren Laptops und arbeiten

Arbeits- und Gesundheitsschutz in 5 Schritten

Auch wenn es sicherlich nützlich ist, die häufigsten Gefahren am Arbeitsplatz in deiner Branche zu kennen, musst du dich dennoch bemühen, deinen eigenen Arbeitsplatz zu beurteilen, um die Gefahren zu identifizieren, die für deine spezielle Situation relevant sind, um sie vermeiden zu können. Auf diese Weise kannst du deine Arbeitsschutzmaßnahmen quasi personalisieren und sehr spezifisch gestalten.

So gehst du Schritt für Schritt vor, um Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen:

  1. VORHANDENE DATEN SAMMELN
    Anknüpfend an das vorige Kapitel ist der beste Weg, um mit der Identifizierung von Sicherheitsgefahren zu beginnen, sich über häufige und bereits erfasste Gefahren am Arbeitsplatz zu informieren. Informiere dich bei Institutionen wie der OSHA oder dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie in Handbüchern, anhand von bestehenden Schulungen und spezifischen Gewerkschaftsgesetzen, um Informationen zu sammeln.
  2. EINE INSPEKTION DURCHFÜHREN
    Es ist wichtig, Inspektionen im Betrieb durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle Regeln und Vorschriften eingehalten werden. Solche Inspektionen sollten regelmäßig stattfinden, wenn sich der Arbeitsplatz verändert, anpasst und weiterentwickelt, neue Arbeitskräfte hinzukommen und die Ausrüstung aufgerüstet oder ersetzt wird.
  3. KOMMUNIZIERE MIT DEINEM TEAM
    Schaffe eine Atmosphäre der offenen Kommunikation und befrage regelmäßig deine Teammitglieder, um ein erfolgreiches Arbeitsschutzmanagement zu etablieren. Haben sie Gefahren erkannt, die zuvor übersehen wurden? Können sie auf Prozesse hinweisen, die verbessert werden müssen, um noch mehr Sicherheit zu gewährleisten? Was auch immer es ist, stelle sicher, dass du die Beschäftigten immer in die verschiedenen Arten von Prozessen einbeziehst, da sie die alltäglichen Abläufe besser kennen. Nimm ihre Ratschläge und Bedenken ernst.
  4. VORFALLUNTERSUCHUNGEN
    Unabhängig davon, ob sich bereits ein Unfall ereignet hat oder ein es sich “nur” um einen Beinaheunfall gehandelt hat, ist es an der Zeit, einen Gang höher zu schalten und zu untersuchen, was das jeweilige Problem verursacht haben könnte, und es entsprechend zu beheben. Wenn die Beschäftigten zum Beispiel zu lax mit den Abläufen umgegangen sind, musst du dich fragen, ob sie mehr Schulung und Anleitung brauchen oder ob dein Arbeitsschutzmanagement unzulänglich ist. Beurteile die Berichte und stelle sicher, dass du alle Vorfälle gründlich untersuchst, bei denen Beschäftigte verletzt wurden oder die möglicherweise zu weiteren Unfällen führen könnten.
  5. DOKUMENTATION ERSTELLEN
    Sobald du Informationen über alle bekannten und potenziellen Gefahren auf deinen Baustellen gesammelt hast, ist es an der Zeit, eine Gefahrenkarte zu erstellen. Mit diesem Instrument kannst du Arbeitsplätze umreißen, Gefahren markieren und es dient als Leitfaden für die Sicherheit am Arbeitsplatz und im Büro. Die OSHA empfiehlt, die Arbeitnehmer in den Erstellungsprozess einzubeziehen.

Wann sind Arbeitsunfälle meldepflichtig?

Arbeitsunfälle können trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, Schulungen und Trainings immer passieren. Wenn es so weit kommt, ist es wichtig, sich an geltende Gesetze und Regelungen zu halten und Arbeitsunfälle zu melden. Dazu ist dein Unternehmen gesetzlich verpflichtet.

Arbeitgeber*innen müssen alle Unfälle melden, die auf der Arbeit, ebenso wie auf dem Arbeitsweg stattfinden und innerhalb von drei Tagen einen Bericht einreichen, Personalräte informieren und Unfallversicherungsträger informieren. Die Meldung muss intern zur Dokumentation aufbewahrt werden. Außerdem hat der oder die betroffene Mitarbeiter*in das Recht auf eine Kopie des Berichtes.

Arbeitsunfälle sind in der Regel meldepflichtig, sobald Beschäftigte in Folge des Unfalls mehr als drei Tage arbeitsunfähig sind. Bei einem tödlichen Unfall gilt es dagegen so schnell wie möglich zu handeln und alle rechtlichen Schritte sofort zu befolgen.

Wer ist für den Arbeitsschutz verantwortlich?

Arbeitsschutzmaßnahmen im Büro oder an anderen Arbeitsstätten sind keine Angelegenheit, über die du allein entscheiden kannst. Die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden durch Gesetze und Vorschriften geschützt, die in der Regel von nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden durchgesetzt und überprüft werden.

Im Betrieb sind grundsätzlich die Unternehmer*innen für den Arbeitsschutz verantwortlich und müssen sich an die jeweiligen in ihrem Land geltenden Gesetze halten und ihr Arbeitsschutzmanagement nach ihnen ausrichten:

Arbeitsschutzgesetz & Arbeitssicherheitsgesetz

In Deutschland gilt das sogenannte Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), welches unterschiedliche Verordnungen zum Schutz von Arbeitnehmer*innen enthält.

Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) hingegen ist ein Teil des Arbeitsschutzes und beschäftigt sich mit den diversen Vorgehen im Arbeitsschutz.

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

Die von den Vereinten Nationen getragene und aus 187 Mitgliedsstaaten bestehende Internationale Arbeitsorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit am Arbeitsplatz und im Büro im Zusammenhang mit der Durchsetzung international anerkannter Menschenrechte zu fördern.

Die 1919 gegründete Organisation will internationale Arbeitsnormen festlegen, um Arbeitnehmer und Menschen auf der ganzen Welt zu schützen. Zu den Zielen der ILO gehören unter anderem

  • die Abschaffung der Kinderarbeit,
  • die Abschaffung von Zwangsarbeit,
  • Förderung der Gleichberechtigung.

Occupational Health and Safety Organization (OSHA)

Eine der bekanntesten Arbeitsschutzbehörden ist die sogenannte OSHA, die ursprünglich aus den USA stammt und Standards für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen schafft und durchsetzt. Ihr europäisches Pendant ist die EU-OSHA, die den Arbeitsschutz für Büroangestellte und Schreibtischtäter regelt.

Vier Arbeiter bringen mit Sicherheitsgurten angeschnallt Werbung an der Fassade eines Gebäudes an

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