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Mit einer digitalen Job Safety Analyse Arbeitssicherheit überprüfen

Führe eine aussagekräftige Arbeitssicherheitsanalyse am Arbeitsplatz durch, indem du eine digitale Checkliste einsetzt. Führe mit ihrer Hilfe eine Risikoidentifikation durch, um anschließend Maßnahmen einzuleiten. In diesem Artikel erfährst du, welche die häufigsten Gefahren sind und wie du Schritt für Schritt eine Arbeitssicherheitsanalyse durchführen kannst.

Was ist eine Arbeitssicherheitsanalyse?


An jedem Arbeitsplatz sind Beschäftigte während der Arbeit Gefahren ausgesetzt – an manchen mehr, an manchen weniger. Eine Arbeitsplatzsicherheitsanalyse oder Job Safety Analysis (JSA) kann dir Aufschluss darüber geben, welche Risiken mit einer bestimmten Aufgabe verbunden sind und welche Möglichkeiten es gibt diese Risiken zu umgehen oder sie zu mindern.


Um dies zu erreichen, gilt es anerkannte Sicherheits- und Gesundheitsschutzgrundsätze und -praktiken in die Aufgabe oder den Arbeitsvorgang zu integrieren. Nur so kann Arbeitssicherheit tatsächlich messbar und umsetzbar in den Arbeitsalltag integriert werden.


Eine JSA oder Job Hazard Analysis (JHA) ist essentiell eine Gefährdungsbeurteilung und somit ein Analyseverfahren mit dem für Arbeitssicherheit gesorgt werden soll.


In der Regel erstellen verantwortliche Mitarbeiter*innen ein Dokument, in dem sie einzelne Arbeitsschritte aufführen und diese durch die mit ihnen verbundenen Gefahren ergänzen. Da es schwierig sein kann, alle möglichen Gefahren im Auge zu behalten und zu überprüfen kann dich und deine Mitarbeiter*innen hierbei die Übersichtlichkeit einer Checkliste für die Arbeitssicherheitsanalyse unterstützen. Mit einer Checkliste schlüsselst du ganz leicht einzelne Arbeitsprozesse und identifizierst so potentielle Gefahren beinahe mühelos. Im letzten Teil der Analyse werden die gesammelten Informationen ausgewertet, um Maßnahmen zu finden, mit denen sich die Gefahren beseitigen bzw. minimieren lassen.


Die Sicherheit am Arbeitsplatz sollte für alle Arbeitgeber*innen Priorität haben und besonders ernst genommen werden. Besonders, wenn du einen Arbeitsplatz mit hohem Gefahrenrisiko leitest, ist es wichtig sich mit dem Thema JSA ausführlich auseinanderzusetzen und adäquate Strategien zu entwickeln.



Dieser Artikel befasst sich mit folgenden Themen:


1. Der Relevanz einer Arbeitssicherheitsanalyse


2. Den häufigsten Risikofaktoren am Arbeitsplatz


3. Den Methoden der Gefährdungsbeurteilung


4. Den 7 Schritten einer Arbeitssicherheitsanalyse


5. Die Vorteile digitaler Checklisten bei der Analyse


Sicherheitsinspektion

Die Relevanz einer Arbeitssicherheitsanalyse


Eine Arbeitssicherheitsanalyse durchzuführen, ist für Unternehmen eine wichtige Verpflichtung, um das Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz zu verringern als auch die allgemeinen Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist sowohl für Arbeitgeber*innen als auch für Arbeitnehmer*innen von entscheidender Bedeutung. Als Gefährdungsbeurteilung macht eine JSA einen großen Teil des Regelwerkes des Arbeitsschutzgesetzes (ASiG) aus und sollte auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.


Unternehmen, die nicht die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen treffen, laufen Gefahr, Beschäftigte zu verletzen und sich so Rechtsstreitigkeiten auszusetzen und öffentliches Ansehen zu verlieren. Arbeitnehmer*innen, die Aufgaben übernehmen, ohne sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein, setzen sich einer potenziellen Gefahr aus und müssen über diese informiert werden. Eine Möglichkeit für alle Beteiligten, dies zu umgehen, besteht darin, eine Arbeitsplatzsicherheitsanalyse für alle Aufgaben oder Arbeitsprozesse durchzuführen.


Es zählen übrigens nicht nur potenzielle gravierende Verletzungen in körperlichen Berufen zu Gefährdungen von Arbeitnehmer*innen. Auch Sehvermögensbelastungen durch das Arbeiten am PC, beispielsweise, gelten als mögliche Belastungen, ebenso wie Stress und andere psychische Beanspruchung.



Mögliche Risikofaktoren am Arbeitsplatz


Selbstverständlich kann hier keine allgemeingültige Liste für die Arbeitssicherheit in jedem Betrieb und jeder Branche formuliert werden, denn Gefahren sind genauso vielfältig wie die Arbeitsplätze an denen sie vorkommen. Dennoch solltest du bei einer JSA besonders auf folgende Krisenherde achten:


  • Arbeitsplatzgestaltung: Ob im Büro, am Produktionsstandort, auf dem Bau oder sogar im Homeoffice. Sicherheit beginnt dort, wo die Arbeit verrichtet wird und die Arbeitnehmer*innen ihre meiste Zeit verbringen. Achte also auf ergonomische Ausstattung, gute Lichtverhältnisse, ausreichende Belüftung etc.
  • Gefahrenstoffe: In Labors und anderen Bereichen, wo Arbeitnehmer*innen mit Chemikalien und anderen Gefahrenstoffen arbeiten, ist es wichtig für die richtige Ausstattung und Aufklärung zu sorgen, um dein Team zu schützen.
  • Anweisungen: Sind alle Anweisungen ausreichend detailliert formuliert und für alle Mitarbeiter*innen verständlich oder kann es zu Missverständnissen kommen?
  • Arbeitsmittel: Sind Maschinen, Werkzeuge oder (Schutz)Ausrüstung intakt und vollständig? Wissen alle Mitarbeiter*innen, wie Equipment zu handhaben ist?
  • Psychische Belastungen: Können die vorhandenen Arbeitsbelastungen zu einer seelischen/mentalen Belastung der Arbeitnehmer*innen führen? Ist das Arbeitspensum angemessen, sind Mitarbeiter*innen über- oder unterfordert? Wie verhält es sich mit dem Arbeitsklima?


5 Methoden zur Risikoidentifizierung


Um Risiken, Gefährdungen oder Belastungen effizient identifizieren zu können, gibt es unterschiedliche Strategien, die je nach Bedarf angewandt und angepasst werden können. Um die Arbeitssicherheit in deinem Betrieb gewährleisten zu können, kannst du dich an folgenden Methoden orientieren:


  1. Messungen: Je nachdem in welchem Bereich du mit deinem Unternehmen tätig bist, können Messungen von Chemikalien, Partikeln, Temperatur etc. aufschlussreiche Informationen darüber bieten, ab wann die Arbeitssicherheit beeinträchtigt wird.
  2. Beobachtungsstudien: Anhand simpler Beobachtungen (die allerdings häufig von Experten durchgeführt werden) können die unterschiedlichsten Verhaltensweisen deiner Arbeitnehmer studiert werden, um daraufhin festzustellen, welche Tätigkeiten eventuell zu einem Verletzungs- oder Belastungsrisiko führen können.
  3. Mitarbeiterbefragung: Anhand von Fragebögen lässt sich eine solide Datengrundlage aufbauen, um vor allem psychische Belastungsquelle identifizieren zu können.
  4. Externe Beratungsgespräche: In einigen Fällen ist es sinnvoll externe Beobachter heranzuziehen, die Gefahren ausmachen können, wo andere sich schon an Tätigkeiten gewöhnt haben. Hierzu bietet es sich an mit Experten zu reden, die in einem bestimmten Bereich, der dich interessiert, besonders versiert sind (z.B. Ärzte).
  5. Workshops und Diskussionen: Binde deine Mitarbeiter*innen in deine Arbeitssicherheitsstrategie ein und führe einen Workshop, in dem Mitarbeiter*innen miteinander ins Gespräch kommen und ihre Tätigkeiten zu dem Thema “Arbeitssicherheit” diskutieren können.


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Die 7 Schritte einer Arbeitssicherheitsanalyse


Ein strukturiertes JSA-Formular für die Arbeitssicherheitsanalyse zu implementieren, unterstützt die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung. Damit dies gelingt, können diese 7 allgemeinen Schritte befolgt werden:


1. Ermittlung von Arbeitsplätzen und -schritten


Die zu untersuchenden Tätigkeitsfelder sollten so weit wie möglich in einzelne Schritte aufgeteilt werden. Diese sollten hierbei sehr detailliert dokumentiert werden, damit die Arbeit so gründlich wie möglich dargestellt wird. Die Aufgaben können auch in Abschnitte eingeteilt werden, wie z.B. einen PSA-Abschnitt. Auf diese Weise kann sich immer nur auf einen Bereich konzentriert werden und es muss nicht zwischen völlig unterschiedlichen Aufgaben gewechselt werden.


2. Risiken und Gefährdungen identifizieren


Jede Inspektion sollte so beginnen, dass alle Aufgaben auf dem Arbeitsblatt zur Arbeitssicherheitsanalyse durchgegangen werden mögliche Risiken, wann immer soe festgestellt werden, sofort notiert werden. Am besten eignet sich dafür eine JSA-Checkliste, denn diese ermöglicht einen besseren Überblick über die zu erledigenden Aufgaben. Bereits erledigte Aufgaben können einfach abgehakt werden.


3. Risikobewertung


Bevor Maßnahmen ergriffen werden können, ist es wichtig, dass diese bewertet und abgeschätzt werden. Dies kann durch professionelle Einschätzung geschehen oder innerhalb des Teams entschieden werden. Welche Gefahren sind am wahrscheinlichsten? Welche Bedrohungen am gefährlichsten? Was sind mögliche geeignete Gegenmaßnahmen und wie wird deren Wirksamkeit eingeschätzt?


4. Maßnahmen ergreifen


Nach der Risikoidentifizierung kommt die Beseitigung der möglichen Gefahr. Wenn es notwendig ist, sollten qualifizierte Mitarbeiter*innen mit der Aufgabe beauftragt werden. Darüber hinaus sollte auch über vorbeugende Maßnahmen (Prävention) nachgedacht werden, um zu vermeiden, dass das gleiche Risiko noch einmal auftritt.


5. Wirksamkeitskontrolle


Zeigen die getroffenen Maßnahmen Wirkung? Auch hier kannst du wieder eine Checkliste zu Analysezwecken verwenden, oder auch Interviews und Befragungen durchführen, um herauszufinden, ob die unternommenen Schritte auch den gewünschten Effekt haben. Wenn nicht, so müssen die vorangegangenen Schritte wiederholt und Anpassungen vorgenommen werden.


6. Regelmäßige Prüfungen


Nur durch regelmäßige Aktualisierungen und Prüfungen kannst du sicherstellen, dass bekannte Gefahren weiterhin vermieden werden, aber auch, dass keine neuen Gefahren sich entwickelt haben. Sollte Letzteres der Fall sein, dann ist es selbstverständlich nötig eine neue JSA durchzuführen.


7. Dokumentieren


Die zur JSA angefertigte Checkliste dient nicht nur dazu den Analyseprozess zu erleichtern, sie kann auch gleichzeitig als wichtiges Dokumentationsmaterial genutzt werden, indem sie während der Prüfungen um ausführliche Notizen ergänzt wird. Diese Notizen können schließlich in einen Bericht umgewandelt werden, der alle einzelnen Prozessschritte auflistet. Neben diesen Schritten werden die mit ihnen verbundenen Gefahren und die Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Gefahren aufgelistet.


Unabhängig davon, wie die Arbeitssicherheitsanalyse durchgeführt wird, ist es wichtig, dass das Endergebnis ein detailliertes Dokument ist, das keine denkbaren Gefahren ausschließt. Arbeitgeber*innen müssen zunächst entscheiden, welche Aufgaben eine Analyse rechtfertigen. Die als potenziell gefährlich eingestuften Aufgaben werden dann in die Schritte unterteilt, die eine Mitarbeiter*in ausführen muss, um eine zuverlässige Arbeitssicherheitsanalyse zu erhalten.



Die Vorteile digitaler Checklisten für die Arbeitssicherheitsanalyse


Mit der mobilen App von Lumiform können Sicherheitsbeauftragte einfach per Tablet oder Smartphone Sicherheitsinspektionen am Arbeitsplatz durchführen – online oder offline. Mit der Desktop-Software werden digitale Checklisten erstellt, mit denen sich Daten vor Ort für die spätere Auswertung sammeln lassen oder für die Betriebsbegehung dokumentieren lassen.


Über die App können Korrekturmaßnahmen verantwortlichen Teammitgliedern schnell zugewiesen und deren Umsetzung leicht verfolgt werden. Dank der einfachen Kommunikation im Team und mit Dritten können interne Prozesse verbessert, und damit Risiken bis zu viermal schneller beseitigt werden. Mit Lumiform können verantwortliche Mitarbeiter*innen Folgendes umsetzen:


  • Der flexible Formularbaukasten ermöglicht es, jederzeit neue individuelle Checklisten zu erstellen und diese immer wieder neu anzupassen, wenn sich neue Risikoherde ergeben oder sich betriebliche und gesetzliche Bestimmungen ändern sollten.
  • Mit einer Vorlage aus der umfassenden Vorlagen-Bibliothek von Lumiform eine Arbeitssicherheitsanalyse planen.
  • Echtzeit-Daten über Arbeitsprozesse generieren. Damit wird Sicherheit messbar gemacht und anhand von Daten werden stetig Prozesse optimiert.
  • Mithilfe der Ergebnisse umgehend einen Überblick über die Mitarbeitersicherheit gewinnen.
  • Alle Prüfungsergebnisse werden automatisch in einem Bericht gebündelt und können sofort an Stakeholder verschickt werden.

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