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Hochwasserschutzmaßnahmen für Unternehmen

Naturkatastrophen machen auch vor Deutschland keinen Halt. 2021 haben wir mit dem Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz eine der schlimmsten Naturkatastrophen in Deutschland seit Jahrzehnten erlebt. Was können wir aus der Katastrophe lernen? Erfahre hier, wie du dein Unternehmen vor Hochwasser schützt.

In den letzten Jahren haben wir auch in Deutschland erleben müssen, dass Naturkatastrophen auch für uns in Zentraleuropa eine große Bedrohung darstellen. Insbesondere die Hochwasserkatastrophe 2021 hat uns deutlich vor Augen geführt, welche verheerenden Auswirkungen Hochwasser haben kann.

In diesem Artikel gehen wir darauf ein, wie Unternehmen sich effektiv vor Hochwasser schützen können. Von präventiven Maßnahmen über Notfallplanung bis hin zur Zusammenarbeit mit Behörden beleuchten wir alle relevanten Aspekte, um sicherzustellen, dass dein Unternehmen in Zukunft gut gerüstet ist, um Hochwasserschäden zu minimieren und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Erfahre hier alles, was du wissen musst, um dein Unternehmen, deine Mitarbeiter*innen und deine Ressourcen vor den Gefahren von Hochwasser zu schützen.

Inhalt

1. Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021

2. Wie kann man sich vor Hochwasser schützen?

2.1 Arbeitssicherheit und Notfallplanung

2.2 Hochwasserschutzmaßnahmen für Unternehmen

3. Umweltkatastrophen in Deutschland: Ausblick

Ein Fahrrad lehnt an einem Fahrradständer, halb im Wasser

Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021

Die Flutkatastrophe im Juli 2021 war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in Deutschland seit Jahrzehnten, von der insbesondere Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stark betroffen waren. Innerhalb nur eines Tages fielen ca. 10-150 Liter Regen pro Quadratmeter und sorgten für massive Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche, die mehr als 180 Menschen das Leben kosteten.

Das Jahrhunderthochwasser verursachte erhebliche infrastrukturelle Schäden an Wohnhäusern, Straßen, Brücken, Bahngleisen und anderen wichtigen Einrichtungen. Viele Gemeinden wurden von der Außenwelt abgeschnitten, da Straßen und Kommunikationsnetze zerstört wurden. Tausende Menschen mussten evakuiert werden, und viele verloren ihre Häuser und ihr gesamtes Hab und Gut.

Am 14. Juli und in der Nacht auf den 15. Juli fiel in Teilen der beiden Bundesländer [Rheinland Pfalz und Nordrhein-Westfalen] innerhalb von 24 Stunden 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Bundeszentrale für politische Bildung

Zwar waren Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und freiwillige Helfer im unermüdlichen Einsatz, um Menschen zu retten, Evakuierungen durchzuführen und Unterstützung zu leisten, doch die Katastrophe hat viele Mängel in unserer Notfallversorgung aufgezeigt. Diskussionen über die Notwendigkeit von verbesserten Schutzvorkehrungen und Frühwarnsystemen wurden angefacht, bisherige Präventionsmaßnahmen wurden als mangelhaft anerkannt und auch von Seiten der Politik wurde zugesichert, mehr in den Hochwasserschutz zu investieren.

Das Hochwasser hat sowohl Privatleute als auch Unternehmen schwer getroffen und hat uns vor Augen geführt, dass wir in Zukunft Hochwasserschutzmaßnahmen ergreifen müssen. Denn Wissenschaft und Politik gehen beide davon aus, dass es sich bei der Jahrhundertflut um keinen Einzelfall handelt und dass das Hochwasser aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

Wie kann man sich vor Hochwasser schützen?

Versicherungen gegen Naturkatastrophen, Notfallmaßnahmen und Frühwarnsysteme: Es gibt viele Mittel und Wege, wie sich Privatpersonen, Unternehmen und Länder vor Hochwasser schützen können.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät vor allem Menschen in Hochwassergebieten dazu, sich vorher Gedanken über ein angemessenes Notfallverhalten zu machen. Wie können Personen evakuiert werden, wer übernimmt welche Verantwortung und was raten die Hochwasserzentralen der Länder?

Halten Sie sich auf dem Laufenden! Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen über die Warnapp NINA, Rundfunk oder Internet. Informationen zu aktuellen Hochwasserständen finden Sie bei den Hochwasserzentralen der Länder.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Generell gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Besonders bei starken Regenfällen ist es gut, regelmäßig Hochwasserstände zu überprüfen und bei akuten Warnungen Maßnahmen zu ergreifen. Schütze wertvolle Gegenstände und gestalte deine persönliche Notfallvorsorge mit genügend Nahrungsmitteln und einem Erste-Hilfe-Kasten und besprich z.B. Notfalltreffpunkte.

Es wird außerdem geraten, sich eine der folgenden Warn-Apps herunterzuladen. Diese sind an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossen und benachrichtigen Bürgerinnen und Bürger im Falle von Notfällen:

Nina

Katwarn

Biwapp

Arbeitssicherheit und Krisenmanagement

Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz und Krisenmanagement sind eng miteinander verbundene Bereiche, die das Ziel haben, die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter in verschiedenen Notfallsituationen zu gewährleisten.

Hochwasser kann eine erhebliche Gefahr für die Arbeitssicherheit darstellen, Ressourcen bedrohen und dein Unternehmen gefährden, besonders in Regionen, die zum Risikogebiet gehören und von Überschwemmungen betroffen sind.

Ein umfassendes Krisenmanagement ist natürlich nicht nur wichtig, um sich angemessen auf Hochwasser oder Überflutungen vorzubereiten und etwaige Schäden möglichst gering zu halten, sondern hilft dir auch dich auf andere Katastrophen und unvorhergesehene Ereignisse vorzubereiten.

Es gibt zahlreiche externe Faktoren, die Arbeitssicherheit beeinträchtigen können, darunter zählen neben Naturkatastrophen, wie Hochwasser, z.B. folgende Ereignisse:

  • Chemische Unfälle, wie Lecks oder Explosionen.
  • Technische Störungen, wie Strom – oder Maschinenausfälle.
  • Ansteckende Krankheiten, wie die COVID-19 Pandemie oder andere Infektionen.
  • Terroristische Aktivitäten, wie Anschläge oder Bombendrohungen.

Während sich Arbeitssicherheit mit der Identifizierung und Minimierung potenzieller Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz beschäftigt, und das Ziel hat Verletzungen, Unfälle und Krankheiten zu verhindern, bezieht sich Krisenmanagement hingegen auf die Fähigkeit eines Unternehmens, in Notfällen und Krisensituationen angemessen zu reagieren.

Ein effektives Krisenmanagement umfasst z.B. die Entwicklung eines umfassenden Notfallplans, die Schulung deiner Mitarbeiter*innen, die Koordination mit externen Rettungsdiensten und Behörden, ebenso wie die Einrichtung von Kommunikationssystemen und die regelmäßige Durchführung von Krisenübungen.

Ein wichtiger Bestandteil des Krisenmanagements ist der sogenannte Business Continuity Plan (BCP), der darauf abzielt die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens auch während einer Krise aufrechtzuerhalten. Entwirf einen BCP, um kritische Geschäftsprozesse zu identifizieren, alternative Arbeitsplätze und Arbeitsmethoden zu definieren und sicherzustellen, dass alle relevanten Daten und Ressourcen so gut es geht geschützt werden.

Im Falle einer Krise können sowohl deine Arbeitsschutzstrategien, als auch dein Krisenmanagement und dein BCP gemeinsam dafür sorgen, dass du, dein Team und dein Unternehmen so unbeschadet wie möglich davonkommen. Denn wenn Arbeitssicherheit gewährleistet ist und angemessene Vorkehrungen für den Umgang mit Krisensituationen getroffen wurden, kann ein Unternehmen effektiv auf Notfälle reagieren, die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleisten und die Geschäftskontinuität aufrechterhalten.

Nutze z.B. eine Software wie Lumiform, um deine Arbeitssicherheit zu überblicken, oder auch um einen digitalen Business Continuity Plan zu entwerfen und stets den Überblick über alle deine Daten, Berichte und Analysen zu behalten.

Beine von Menschen in bunten Regengamaschen, im tiefen Wasser stehend

Hochwasserschutzmaßnahmen für Unternehmen

Unternehmen können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um sich, ihre Mitarbeiter und ihre Ressourcen vor Hochwasser zu schützen. Hochwasserschutz ist kein Kinderspiel und du wirst dich häufig in dem, was du gegen Hochwasser unternehmen kannst, limitiert finden, vor allem, wenn du in besonders gefährdeten Regionen lebst.

Dennoch, zu wirksamen Hochwasserschutzmaßnahmen gehören neben einer Versicherung gegen Naturkatastrophen auch ein ausgefeiltes Arbeitssicherheitssystem, ein schlüssiger Business Continuity Plan, und andere konkrete Maßnahmen gegen Hochwasser, die du beachten solltest, um dein Team vor Katastrophen zu schützen:

Schritt 1: Führe eine Risikobewertung durch

Eine gründliche Risikobewertung ist entscheidend, um die spezifischen Risiken zu begreifen, die dein Unternehmen betreffen.

Wie weit ist dein Unternehmen von Flüssen, Seen oder anderen Gewässern entfernt? Gab es vorherige Unwetterkatastrophen in deiner Region, die Anlass zur Sorge geben? Auch die Topographie der Umgebung spielt beim Risikomanagement, da auch die Geländeneigung und andere geografische Merkmale, die den Wasserfluss und die Überflutungsgefahr beeinflussen können.

Basierend auf den Ergebnissen deiner Analyse kannst du gezielte Maßnahmen ergreifen, um dein Unternehmen besser auf Hochwasser vorzubereiten.

Schritt 2: Erstelle einen Notfallplan

Entwickle einen umfassenden Notfallplan für dein Unternehmen, der spezifische Maßnahmen für den Umgang mit Hochwasser enthält.

Dieser Plan sollte Evakuierungsverfahren, Kommunikationswege, die Sicherung von kritischen Daten und die Zusammenarbeit mit Behörden umfassen. Nutze hierfür z.B. eine digitale anpassbare Vorlage.

Schritt 3: Schule dein Team

Sensibilisiere dein Team für potenzielle Risiken und vermittle ihnen das Wissen über die richtigen Verhaltensweisen im Notfall. Stelle sicher, dass sie über die Evakuierungsverfahren informiert sind und dass sie grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen, damit sie im Falle von Verletzungen oder medizinischen Notfällen angemessen reagieren können.

Schritt 4: Errichte Hochwasserbarrieren

Prüfe die Möglichkeit, temporäre oder permanente Hochwasserbarrieren um dein Gebäude herum zu installieren. Hochwasserbarrieren bieten eine effektive Möglichkeit, das Eindringen von Wasser in dein Gebäude zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Diese Maßnahme kann dazu beitragen, potenzielle Schäden zu minimieren und die Auswirkungen von Hochwasser auf dein Unternehmen zu reduzieren.

Schritt 5: Schütze wichtige Dokumente und Ressourcen

Schütze wertvolle Ausrüstung, Maschinen und Dokumente vor den Auswirkungen von Hochwasser, indem du sie z.B. in höher gelegenen Bereichen aufbewahrst oder wasserdichte Behälter nutzt, um sensible Dokumente und elektronische Geräte vor Feuchtigkeit zu schützen.

Ziehe es außerdem in Betracht, Sicherungskopien wichtiger Daten an einem Ort außerhalb des Unternehmens zu speichern. Prüfe regelmäßig den Zustand deiner Schutzmaßnahmen und aktualisiere diese bei Bedarf, um stets einen effektiven Schutz gewährleisten zu können.

Wenn du z.B. HACCP Dokumentationen lagerst, die 10 Jahre lang aufbewahrt werden müssen, dann hilft dir eine Checklisten-Software wie Lumiform dabei deine Daten digital aufzubewahren. So sind deine Analysen nicht nur in der Cloud sicher, sondern nehmen auch weniger Platz weg.

Schritt 6: Schütze elektrische Anlagen

Erwäge den Einsatz von Hochwasser-Schutzvorrichtungen für elektrische Anlagen, wie zum Beispiel erhöhte Steckdosen und Schaltkästen. Informiere dich über die geltenden Vorschriften und lasse gegebenenfalls professionelle Inspektionen durchführen, besonders wenn du mit heiklen Materialien wie Chemikalien arbeitest.

Schritt 7: Achte auf regionale Wettervorhersagen

Behalte die Wettervorhersagen im Auge und sei vorbereitet, indem du frühzeitig auf drohendes Hochwasser reagierst. Halte dich über lokale Warnsysteme und -verfahren auf dem Laufenden.

Schritt 8: Beteilige dich an der Hochwasservorsorge in deiner Region

Die Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden, Rettungsdiensten und anderen Unternehmen in deiner Nähe ist von großer Bedeutung, um effektive Hochwasserschutzmaßnahmen umzusetzen.

Beteilige dich aktiv an lokalen Initiativen zur Hochwasservorsorge, denn durch eine enge Zusammenarbeit kannst du von deren Fachwissen und Ressourcen profitieren und gemeinsam die Resilienz gegenüber Hochwasser erhöhen.

Adaptiere diese Schritte im Handumdrehen mit einem digitalen Tool wie Lumiform, um auf alle Arten von Katastrophen vorbereitet zu sein.

Umweltkatastrophen in Deutschland: Ausblick

Im Kontext von Arbeitssicherheit und Notfallmanagement sind Umweltkatastrophen wie Hochwasser ein bedeutendes Anliegen, da diese sowohl die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer als auch die Umwelt beeinträchtigen können.

Umweltkatastrophen wie Hochwasser, Stürme, Waldbrände oder chemische Unfälle können zu direkten Gefahren für deine Arbeitnehmer führen, denn durch Überschwemmungen von Arbeitsstätten, Schäden an Infrastrukturen oder Freisetzung gefährlicher Substanzen ist dein Team, ebenso wie dein Unternehmen unmittelbar bedroht.

Eine der Hauptursachen für Umweltkatastrophen wie extreme Wetterereignisse ist der Klimawandel, der wiederum maßgeblich durch den Ausstoß von Treibhausgasen, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, vorangetrieben wird.

Um nachhaltig Umweltkatastrophen wie Hochwassern entgegenzuwirken, solltest du dich darum bemühen dein Unternehmen so grün wie möglich zu gestalten, die Energiewende in der Industrie voranzutreiben und mit gutem Beispiel voranzuschreiten.

Kurzum: Wir werden uns in Deutschland und Zentraleuropa in den nächsten Jahrzehnten wohl zahlreichen Klima- und Umweltkatastrophen gegenübergestellt sehen, denn Ereignisse, wie das Jahrhunderthochwasser 2021 werden wohl kein Einzelfall bleiben. 2022 gilt bisher als eins der Rekord Waldbrandjahre und andere Ereignisse, wie Wasserknappheit machen uns hierzulande mehr und mehr zu schaffen.

Deshalb müssen wir unser bestes geben uns auf Katastrophen angemessen vorzubereiten und gleichzeitig daran arbeiten, unsere Welt grüner zu gestalten, um den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels Einhalt zu gebieten.

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