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Alles Wissenswerte über die Hafenstaatkontrolle

Mit der Hafenstaatkontrolle-Checkliste kannst du Schiffe daraufhin überprüfen, ob sie in Bezug auf den Schiffsbetrieb, den Zustand und die Besatzung den internationalen Seeverkehrsvorschriften entsprechen. Sie enthält auch Hinweise auf wichtige Punkte, wie die in SOLAS Ch III Reg 37 geforderten Angaben.

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Was ist eine Hafenstaatkontrolle?


Eine Hafenstaatkontrolle (Englisch: Port State Control) hilft der Schiffskapitän*in und den Offizier*innen, Mängel an ihren Schiffen zu erkennen und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Die Inspektion stellt sicher, dass der Zustand ausländischer Schiffe das erwartete Niveau erfüllt und Bewertungen vorgenommen wurden, bevor sie internationale Häfen der Unterzeichnerstaaten anlaufen. Neben dem technischen Zustand der Schiffe wird auch die Einhaltung des Seearbeitsübereinkommens (STCW-Übereinkommen) und der Bereich Ermüdung und Übermüdung von Seeleuten (Seafarer Fatigue) ebenfalls kontrolliert .


Das Regelwerk, das die allgemeinen Kriterien für die Überprüfungsverfahren festlegt, ist das Pariser Memorandum of Understanding (MOU). Deren Regeln sehen Überprüfungen unter anderem für Schiffe vor:


  • Die zum ersten Mal in einen Hafen einlaufen oder seit 12 Monaten nicht mehr dort waren
  • Von den Hafenbehörden oder Lotsen als mangelhaft gemeldet wurden
  • Mit Mängeln, die behoben werden müssen, die zum Verlassen des Hafens zugelassen sind
  • Deren Zertifikate nicht in Ordnung sind
  • Die an Unfällen wie Kollisionen, Strandungen und mehr beteiligt waren
  • Die in den nächsten sechs Monaten ihrer Klasse suspendiert werden
  • Deren Verstöße gegen die IMO-Vorschriften und eine Gefahr für die Umwelt, die Besatzung und das Eigentum vorgeworfen wird


In diesem Artikel werden die folgenden Punkte erklärt:


1. Die verschiedenen Arten von Hafenstaatkontrollen


2. Die Diagnose-Codes der Hafenstaatkontrolle


3. Vorteile einer App für die Hafenstaatkontrolle


Containerschiff vor der PSC-Inspektion

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Die verschiedenen Arten von Hafenstaatkontrollen


Eine Hafenstaatkontrolle beginnt mit einer allgemeinen Beurteilung verschiedener Bereiche eines Seeschiffs. Die Inspektor*in überprüft das Schiff auf Mängel und stellt fest, ob sein Gesamtzustand den Vorschriften entspricht.


Wenn es keine Mängel gibt, stellt das Kontrollorgan der Kapitän*in des Schiffes einen entsprechenden Bericht aus. Gibt es Mängel, berichtet die Inspektor*in über diese und die empfohlenen Korrekturmaßnahmen, die zur Behebung der Fehler erforderlich sind. Die Inspektionsergebnisse werden dann in der Datenbank erfasst.


Wenn die Inspektor*in der Meinung ist, dass die Besatzung einen Mangel in den betrieblichen Anforderungen an Bord hat, können zusätzliche Inspektionen erforderlich sein.


Hier sind die verschiedenen Arten von zusätzlichen Beurteilungen:


    Eingangskontrolle (Inital Inspection) Erweiterte Inspektion (Expanded Inspection) Konzentrierte Inspektionskampagne (Concentrated Inspection Campaign) Detaillierte Inspektion (More Detailed Inspection)

1. Erstkontrolle


Eine Erstkontrolle beginnt mit der Überprüfung, ob:

  • Das Schiff dem allgemeinen Zustand und der Hygiene entspricht, einschließlich:
    1. Navigationsbrücke
    2. Decks
    3. Küche und Unterkunft
    4. Laderaum
    5. Maschinenraum
  • alle in Anhang 20 der Absichtserklärung aufgeführten Dokumente und Bescheinigungen sind vollständig
  • alle internationalen Vorschriften und Normen sind erfüllt
  • alle früheren Mängel wurden rechtzeitig behoben

2. Erweiterte Inspektion


Es wird der Gesamtzustand des Schiffes und seiner Offizier*innen und Mannschaft in verschiedenen Bereichen beurteilt. Die folgenden Punkte sind in einer Checkliste für die Hafenstaatkontrolle bei einer erweiterten Überprüfung enthalten:


  • Wohn- und Arbeitsbedingungen
  • Alarme
  • Dokumentation
  • Navigatorische Ausrüstung
  • Struktureller Zustand
  • Lebensrettende Einrichtungen und Geräte
  • Wetter- und Wasserzustand
  • Gefährliche Güter
  • Funkverkehr
  • Notfallsysteme
  • Alarmanlagen
  • Ladevorgänge
  • Verschmutzungsschutz

Die Tiefe der Prüfung der einzelnen Punkte hängt vom fachlichen Urteil der Inspektor*innen ab. Sie sind sich bewusst, dass ein kleiner Fehler die Besatzung und das Schiff gefährden kann.


3. Konzentrierte Inspektionskampagne


Sie konzentriert sich auf bestimmte Bereiche, in denen die Inspektor*in ein hohes Maß an Mängeln festgestellt hat oder in denen neue Anforderungen gelten. Diese Inspektion findet zusammen mit einer regelmäßigen Beurteilung für drei Monate jedes Jahr statt.


4. Detaillierte Inspektion


Die dabei überprüften Risikobereiche sind ähnlich wie bei einer erweiterten Inspektion. Während bei der erweiterten Überprüfung der Schwerpunkt auf dem menschlichen Element liegt, konzentriert sich die detaillierte Bewertung auf ein relevantes Instrument.


Die Inspektor*in prüft, ob dieses spezifische Instrument im Wesentlichen den Anforderungen des Seeverkehrs entspricht. Jeder Hinweis darauf, dass das Schiff, die Besatzung und die Ausrüstung die festgelegten Kriterien nicht erfüllen, ist ein spezifischer Grund für eine detaillierte Überprüfung.


Ein paar Beispiele für spezifischee Gründe sind:


  • Schiffe haben übergeordnete Merkmale, die in Anhang 8 aufgeführt sind.
  • Zertifikate und Dokumente sind unvollständig, ungenau oder falsch geführt.
  • Schwacher Kommunikationsprozess zwischen den Besatzungsmitgliedern und den Behörden an Land.
  • Der Erwerb von Zeugnissen ist betrügerisch.
  • Die Kapitän*in, Offizier*innen oder Schiffsmannschaft besitzt Zeugnisse, die von einem Land ausgestellt wurden, das nicht dem STCW-Übereinkommen angehört.
  • Die Musterungsliste fehlt oder ist nicht aktualisiert.
  • Die Ladung und andere Vorgänge folgen nicht den Sicherheitsverfahren oder entsprechen nicht den -Richtlinien der IMO.
  • Die Aufzeichnung des Ölablassüberwachungs- und -kontrollsystems für die vorherige Ballastreise fehlt oder ist unvollständig.
  • Es werden keine ordnungsgemäßen Löschverfahren für falsche Notfallausgaben angewendet.
  • Die erforderliche Hauptausrüstung und -anordnung fehlt.

Die vollständige Liste der eindeutigen Gründe findet sich in Anhang 9 Absatz 6 des Pariser MoU.



Die Diagnose-Codes der Hafenstaatkontrolle


Ein Mangel bei einer Hafenstaatkontrolle bedeutet eine Nichtübereinstimmung mit den festgelegten Vorschriften. Wenn die Inspektor*in einen Mangel feststellt, kreuzt er auf der Hafenstaatkontrolle-Protokoll Formular A das Kästchen "Ja" an. In Formular B beschreibt die Inspektor*in dann diese Fehler und den für die Einhaltung erforderlichen Maßnahmencode.


Ein oder zwei der folgenden Codes für Inspektionsmängel werden auf Formular B angegeben:


  • Code 10: Mangel behoben
  • Code 15: Mangel im nächsten Hafen beheben
  • Code 16: Behebung des Mangels innerhalb von 14 Tagen
  • Code 17: Behebung des Mangels vor dem Auslaufen aus dem Hafen
  • Code 18: Maßnahmen innerhalb von drei Monaten ergreifen
  • Code 30: Feststellbarer Mangel
  • Code 40: Nächsten Hafen informieren
  • Code 45: Festgestellter Mangel im nächsten Hafen beheben, 50 Flaggenstaat/Konsul informiert
  • Code 55: Flaggenstaat konsultieren
  • Code 70: Die zertifizierte Organisation informieren
  • Code 85: Untersuchung des Verstoßes gegen die Löschvorschriften (MARPOL)
  • Code 99: Andere

Nach der Behebung des Fehlers wird entweder die Klasseninspektor*in oder die reguläre Inspektor*in die Abhilfemaßnahmen überprüfen und bestätigen.


Wenn nach der Inspektion kein Mangel festgestellt wurde, wird die Kapitän*in einen Bericht gemäß dem Ablagesystem des Unternehmens einreichen.



Vorteile einer Hafenstaatkontroll-App


Die Kapitän*in und die Offizier*innen an Bord können Inspektionen im Rahmen der Hafenstaatkontrolle problemlos bestehen, indem sie sich neue Technologien zunutze machen. Lumiform, eine lesitungstarke App und Desktopsoftware für Audits und Inspektionen, hilft der Besatzung feststellbare Mängel schnellstmöglich zu beheben, die Seetüchtigkeit des Schiffes nachzuweisen und kostspielige Verzögerungen durch das nicht einhalten von Vorschriften zu vermeiden. Außerdem kannst du die App noch für viele weitere Checks nutzen, z.B. um zu prüfen, ob die Außenwirtschaftsverordnung eingehalten wird.


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