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Was ist eine Baustellen-Checkliste?


Auf Baustellen kann eine Checkliste in vielen Bereichen von Nutzen sein. Checklisten, Arbeitsvorlagen und standard operating procedures erleichtern dir und deinen Mitarbeitern den Arbeitsalltag im Bauwesen - vom Bauleiter bis hin zum Vorarbeiter. Dort sind genau aufgeführt und beschrieben, welche Aufgaben zu erledigen sind, und welche Materialien und Ausrüstung benötigt wird. Vor allem wird aber die Sicherheit auf Baustellen durch eine fachgerechte Checkliste im jeweiligen Baubereich deutlich erhöht.


Deine indviduelle Baustellen-Checkliste ist dein persönlicher Leitfaden für die Dinge, die du für den Bau benötigst oder eine Liste von Verfahren und Prozessen, die du einhalten musst, um eine bestimmte Infrastruktur fertig zu stellen. Checklisten für Baustellen werden bei Großprojekten genauso erfolgreich eingesetzt wie beim Bau von Einfamilienhäusern und anderen kleinen Bauaufträgen.


Nicht erst bei der Umsetzung von Bauvorhaben kannst du Checklisten im Bauwesen einsetzen. Schon bei der Planung, der Vorbereitung der Baumaßnahmen und bei der abschließenden Prüfung der Fertigstellung eines Bausprojekts sind sie praktische Arbeitshilfen.



Wie wird eine Baustellen-Checkliste erstellt?


Eine Checkliste für Baustellen hilft dir in allen Phasen eines Bauprojekts, Prozesse und Verfahren so zu planen, dass sie zum geplanten Zeitpunkt erledigt werden. Mit einer Checkliste können Bauleiter systematisch auflisten, was zu tun ist, wie es umzusetzen ist und welche Dinge für bestimmte Maßnahmen zu erledigen sind. Dabei ist es wichtig, die verschiedenen Phasen, die ein Bauprojekt durchläuft, zu berücksichtigen.


Die Checklisten müssen fachgerecht und sorgfältig erstellt werden, damit die Aufgaben vernünftigt und nach Priorität organisiert werden können. Darüber hinaus können spezielle Checklisten für Baustellen erstellt werden, die sich zum Beispiel mit der Sicherheitsunterweisung oder der Anwesenheit der Mitarbeiter*innen beschäftigen.


Die folgenden fünf Hinweise helfen dir, Checklisten-Vorlagen für jede Phase deines Bauprojekts zu erstellen, die dich und dein Team bei der Arbeit effektiv voranbringen:


1. Vorbereitung der Baumaßnahmen


In der Vorbauphase Checklisten zu erstellen, kann eine schwierige Aufgabe sein. Bevor mit einem Bauprojekt begonnen wird, sollten Bauunternehmer und Bauleiter alle Ausschreibungsunterlagen zusammentragen:


  • Genehmigungen
  • Leistungsverzeichnisse
  • Pläne
  • Baubeschreibungen
  • Verträge und Vertragsbedingungen
  • Informationen über die Qualifikationen der Auftragnehmer im Zusammenhang mit der Ausschreibung der Bauleistungen
  • Nebenangebote anderer potenzieller Auftragnehmer, auch wenn diese nicht aktiviert wurden

Mithilfe der Unterlagen können Abhängigkeiten und Vorgänge für die unterschiedlichen Baustellen-Checklisten einfacher und zuverlässig bestimmt werden. Nur auf diese Weise wissen Bauleiter, welche Aufgabe auf die andere folgt und können diese strukturiert in ihren Vorlagen festhalten.


Bei der Planung solltest du dich darauf konzentrieren, mit welchen Arbeiten der Bau begonnen werden sollen. Auf dieser Grundlage erstellst du dann Checklisten für die Materialbeschaffung, die Materialabnahme, die Arbeitsabläufe und die Arbeitsausstattung. Auch für die Überwachung der Arbeitssicherheit auf Baustellen kann in dieser Phase schon eine Checkliste erstellt werden.


2. Frühe Bauphase


In dieser Phase des Bauprojekts ist es wichtig, Checklisten für die Baustelle zur Hand zu haben, mit denen die Genauigkeit der Bauarbeiten, die Arbeitssicherheit und der Baufortschritt überwacht werden können.


Erstelle Checklisten-Vorlagen für die Abnahme einzelner Bauabschnitte, die Fragen beantworten wie beispielsweise:


  • Ist das Fundament gegossen und standfest?
  • Sind alle Wände senkrecht und eben?
  • Sind alle Bodenflächen eben, gestützt und eingezogen?
  • Sind alle Rohranlagen verlegt?
  • Wie wirkt sich das Bauen auf das Umfeld und die Umwelt aus?

Erstelle Checklisten für eventuelle zusätzliche Prüfungen und Verbesserungsarbeiten. Achte immer auf die Arbeitssicherheit auf Baustellen, indem du Checklisten für regelmäßige Sicherheitsprüfungen und -unterweisungen anfertigst.


3. Hauptbauphase


In der Hauptphase heißt es nicht: Nicht den Überblick über die unterschiedlichen Baumaßnahmen verlieren. Wichtig ist für dich und deine Mitarbeiter Checklisten für die Baustelle zu erstellen, in denen genau hervorgeht, wann welche Arbeiten von welchem Team zu erledigen sind, und welche darauffolgen. Das erleichtert nicht nur die Planung von Arbeitskräften und Materialien, sondern verhindert Missverständnisse, die zu Verzögerungen führen können.


In jeder Bauphase gehört es dazu, die Arbeitssicherheit auf der Baustelle mit einer Checkliste in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Achte darauf, dass du Vorlagen für die unterschiedlichen Baubereiche, wie beispielsweise Dachdeckerarbeiten, Hoch- und Tiefbau, Schweißarbeiten usw. erstellst. Zusätzlich kannst du Checklisten für die Wartung von Werkzeugen, Baufahrzeugen und persönliche Schutzausrüstung (PSA) einführen.


4. Abfallmanagement auf Baustellen


Beim Bauen fällt Abfall an, der von Handwerkern und Subunternehmern zurückgelassen wird. Spätestens nach Abschluss des Bauprojekts sind Bauunternehmer dazu verpflichtet , angefallenen Müll fachgerecht zu entsogren. Ein funktionierendes Abfallmanagement auf Baustellen mit Checklisten zu organisieren, nimmt dir und deinem Unternehmen schon während des Bauens viel Arbeit ab.


5. Bauabnahme


Für viele Bauunternehmer, Bauleiter und andere Verantwortliche auf der Baustelle ist die Bauabnahme häufig die heikelste Phase im Bauprojekt. Jetzt entscheidet sich, ob alle Arbeiten korrekt ausgeführt wurden.


Vor jeder endgültigen Abnahme kannst du mithilfe einer Checkliste für deine Baustelle, vorab einen ersten Probedurchlauf für die Bauabnahme durchlaufen. So werden fehlerhafte Arbeiten frühzeitig erkannt und können vor der endgültigen Abnahme beseitigt werden. Für die anfallenden Korrekturmaßnahmen kannst du eine weitere Checkliste erstellen, um sicher zu gehen, dass alle Korrekturarbeiten erledigt wurden.


Ein ähnliches Verfahren gilt auch für die endgültige Bauabnahme: Anhand einer Checkliste werden alle Baubereiche und -arbeiten kontrolliert. Wenn Missstände entdeckt werden, werden diese vermerkt, ihre Beseitigung angewiesen und bei einer folgenden Bauabnahme anhand einer weiteren Checkliste auf der Baustelle ihre Beseitigung überprüft - bis das Bauprojekt abgeschlossen werden kann.


Auf diese Weise wird nichts übersehen und aufwendige Reparaturen und Mängelbeseitigungen nach Abschluss des Bauprojekts verhindert.



FAQs: Die 3 am häufigsten gestellten Fragen


Welche Vorteile bietet eine Baustellen-Checkliste?


Arbeitsvorlagen und Checklisten auf Baustellen sparen Zeit, erleichtern die Kommunikation zwischen allen am Bauprojekt Betiligten und erhöhen die Arbeitssicherheit während der gesamten Bauphase. Die Informationen zu Baumaßnahmen gehen nicht verloren und werden leichter ausgetauscht. Außerdem werden Kontrollen zu den Bauarbeiten effizienter und sorgfältiger durchgeführt. Anfallende Korrekturmaßnahmen werden sofort festgehalten und umgehend angewiesen.


Welche Informationen gehören in eine Checkliste für Baustellen?


Checklisten für Baustellen können je nach Einsatzgebiet unterschiedlich gestaltet sein. Informationen, die sich in jeder Checkliste wiederfinden, sind: der Name, Zeitraum und Ort des Bauprojekts, der Name und Anschrift des Bauunternehmens, Namen und Kontaktdaten der verantwortlichen Mitarbeiter*innen, Unterschriftenfelder.


Kann die Arbeitssicherheit auf Baustellen mit einer Checkliste verbessert werden?


Regelmäßige Inspektionen der Sicherheitsmaßnahmen, der persönlichen Schutzausrüstung und Arbeitsmittel mit Checklisten auf Baustellen erhöht die Arbeitssicherheit für alle Mitarbeiter*innen und die Öffentlichkeit in Umgebung der Baustelle. Durch den strukturierten Aufbau einer Checkliste wird kein Inspektionspunkt vergessen. Alle Sicherheitsvorkehrungen werden nacheinander überprüft.